Fotografiere das Möbelstück aus allen Winkeln, miss Höhen, Tiefen, Winkel und notiere Unregelmäßigkeiten. Prüfe Holzart, Furnierstärke, vorhandene Oberflächen, alte Leime oder Lacke. Teste unauffällig mit Alkohol, ob Schellack vorhanden ist, und verwende Bleitest-Kits für Sicherheit. Diese ruhige, neugierige Annäherung verhindert Überarbeitungen, schützt Patina und öffnet die Augen für Details, die später den Charakter definieren. Teile deine Beobachtungen, damit andere von deinen Entdeckungen profitieren.
Markiere Bauteile mit Kreide oder Klebeband, nummeriere Schubladen und bewahre Schrauben sortiert in kleinen Gläsern auf. Ziehe Griffe von innen, um Oberflächen zu schonen, und arbeite mit passenden Schraubendrehern, damit Köpfe nicht ausreißen. Fotografiere jeden Schritt, so bleibt der Wiedereinbau stressfrei. Berichte in den Kommentaren, welche Tricks dir beim Demontieren helfen, und welche Werkzeuge unverzichtbar sind, damit auch Anfänger strukturiert, ruhig und sicher vorgehen können.
Nicht jede Macke verlangt nach Austausch. Manches erzählt eine Geschichte und darf bleiben. Ersetze nur, was unsicher oder unrettbar ist: gebrochene Querstreben, verrostete, tragende Schrauben, giftige Beschichtungen. Ein Beispiel: Eine beschädigte Tischkante wurde nicht abgesägt, sondern mit einem passgenauen Holzeinsatz ergänzt, farblich angeglichen und mit Öl geschützt. Das Ergebnis wirkte ehrlich, robust und individuell. Teile deine Abwägungen, damit andere Mut finden, Erhalt vor Ersatz zu wählen.





